Das ist die Webseite des Endurofahrers Andreas Beier.

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Administration
05.04.2012, 11:04 Uhr
Hallo zusammen,

eine Ewigkeit ist es nun seit meinem letzten Eintrag her. Viel ist seitdem passiert, eine Saison ist zu Ende gegangen, ein paar Sachen haben sich grundlegend für mich geändert und die neue Saison ist schon im vollen Gange.
Aber jetzt noch einmal kurz der Reihe nach. In der letzten Saison konnte ich, nach einigen durchwachsenen Rennen, meinen dritten Deutschen Meistertitel in Folge einfahren. Mit meiner Endplatzierung im Championat war ich letztes Jahr jedoch keinesfalls zufrieden. Denn ich weiß, dass dort mehr geht, siehe mein Championatssieg in Venusberg. Dafür muss aber einfach alles passen und das gelang mir nach Venusberg nicht wieder. Viel zu oft bin ich gestürzt, habe das Motorrad ausgebremst oder war völlig unkonzentriert.
Aber gut, ich glaube meine Schwächen ziemlich gut zu kennen und daran gilt es nun für diese Saison hart zu arbeiten, um in eine ausgezeichnete Form zurückzufinden.
In der WM musste ich einfach anerkennen, dass es neben einem normalen Job und geregeltem Tagesablauf nahezu unmöglich ist, mit den Top Ten-Fahrern mitzuhalten. Auch wenn ich z.B. in der Rumänien Zeiten in den Top Ten gefahren bin.
Gegen Ende der vergangenen Saison sprach ich mit meinem letztjährigen Teamchef und Hauptsponsor Falk Ziegler von ZAP Technix über die kommende Saison und alles deutete daraufhin, dass es 2012 kein ZAP Racing Team mehr geben wird. Wir überlegten, wie es für mich weitergehen könnte und nach einigen Wochen und ein paar schlaflosen Nächten entschied ich mich, ein eigenes Team auf die Beine zu stellen, was mir den ganzen Winter enorme organisatorische Fähigkeiten abverlangte…
Nach Monaten von Arbeit im Hintergrund und mit der Hilfe meiner Sponsoren, Freundin und Familie ist es nun soweit. Das AB-KTM-GST Racing Team steht in den Startlöchern, auch wenn in den nächsten Wochen noch einige Sachen perfektioniert werden müssen. Unser Team-Name ist daraus entstanden, da wir auf KTM unterwegs sind und die Betreuung bei den Rennen vor Ort gemeinsam mit den Leuten um Christoph Lessing von GST Berlin erfolgt. Hauptsponsor ist weiterhin ZAP Technix.
Zweiter Fahrer im Team ist der Nachwuchsfahrer Markus Boerner aus Grünhainichen, der seine erste A-Lizenz Saison bestreitet.

Team AB-KTM-GST Racing

In dieser Saison stehen die Deutsche, als auch die Europameisterschaft in unserem Fokus. Das erste Rennen in Uelsen haben wir bereits hinter uns, jedoch lief es für mich, als auch für Markus, alles andere als optimal. Ich kam den ganzen Tag einfach nicht klar und setzte mich wahrscheinlich selbst zu sehr unter Druck, sodass nicht mehr als Platz 4 heraussprang. Definitiv eine schwache Leistung und einfach nicht mein Tag.

Andi Beier - DEM Uelsen 2012

Markus stürzte gleich in der ersten Sonderprüfung ziemlich heftig, kämpfte sich aber noch über den Tag und rettete außerhalb der Top Ten wenigstens noch ein paar Punkte. Angerissene Kreuzbänder und einige kleinere Schäden mit OP waren die Folge. Nun hoffen wir alle, dass er schnellstmöglich wieder fit wird und sein wahres Potential zeigen kann. Als nächstes steht der EM Lauf in Italien auf dem Programm, bis dahin ist allerdings noch etwas Zeit, die wir zum Training und für Tests nutzen werden.

Bis dahin…
Euer Andi

28.05.2011, 10:58 Uhr
Hallo zusammen,

zwei Wochen sind nun schon wieder seit meiner letzten Kurzmeldung, direkt von der EWC in Italien, vergangen und seitdem gibt es Einiges zu berichten. Letztes Wochenende fand zudem auch noch der dritte und vierte Lauf zur Deutschen Enduro Meisterschaft in Venusberg statt.

EWC Francavilla die Sicilia / Italien - Vor dem Prolog am Freitagabend war ich schon ziemlich aufgeregt. Dieser wurde auf einigen Passagen des Extremtests ausgetragen, welchen es auch an beiden folgenden Fahrtagen zu absolvieren galt. Man musste wirklich voll konzentriert sein, um keinen Sturz zu riskieren. Aber alles lief gut und die zwölftbeste Zeit in meiner Klasse war auch vollkommen in Ordnung.

Der erste Renntag sollte dann jedoch allerdings alles andere als leicht werden. Drei Sonderprüfungen galt es pro Runde zu bewältigen und vier Runden insgesamt pro Tag standen auf dem Programm. Diese Tatsache allein zeigt schon, dass es von der gesamten Sonderprüfungszeit sehr schwer werden sollte. Doch das war nicht genug! Die Italiener hatten zwar eine, nur reichlich 40 Kilometer lange, Runde präpariert, aber die hatte es wirklich in sich. Manchmal kam ich echt an meine fahrerischen Grenzen und musste bergab sogar vom Motorrad absteigen und es um die engen Kurven herum heben. Und das war auf den engen Eselspfaden, welche im Zick Zack in Richtung Tal führten, kein Einzelfall. Dazu kamen noch sehr knappe Etappenzeiten, so dass nie mehr als vier Minuten Zeit für den Service an den ZK´s zur Verfügung standen.

Meine Zeiten in den Sonderprüfungen lagen deutlich über denen, der ersten Fahrer. Die unendlich vielen Steine und der betonharte Boden bereiteten mir richtige Probleme. Ich konnte einfach kein Gefühl für den Boden entwickeln, da man solches Terrain, bei uns zu Hause, wirklich nirgendwo trainieren kann. Am Tagesende war ich mit Platz 13 dann doch etwas enttäuscht und auch körperlich total am Ende. Ab der dritten Runde hatte ich durch die enorme Anstrengung Krämpfe am ganzen Körper, was bei mir so zuvor noch nie aufgetreten war. Solche Probleme waren mir bis dahin vollkommen fremd. Ich war einfach nur restlos ausgepowert, da während des Rennens, was ja über sieben Stunden ging, auch kaum Zeit zum Essen war.

Am Sonntag musste ich leider schon in der ersten Runde aufgeben, da mir in einer Auffahrt in den Bergen plötzlich kurz, schwarz vor Augen wurde. Das war für mich und mein Team natürlich eine große Enttäuschung. Vor allen Dingen konnte ich es mir nicht richtig erklären. Am Donnerstag vor unserer Abreise bestätigte mir noch ein Leistungstest im Olympiastützpunkt, dass ich eigentlich wieder richtig fit bin und jetzt das… Aber gut. Ziemlich niedergeschlagen ging es Sonntagnachmittag auf die, über 2000 km lange Heimreise, was mir viel Zeit zum Ärgern und Nachdenken gab.

Unter der Woche stand einfach nur Erholung auf meinem Plan, da es ja bereits am darauffolgenden Wochenende schon wieder weiter ging. Lauf drei und vier zur Deutschen Enduro Meisterschaft in Venusberg standen auf dem Programm, quasi ein Heimrennen für mich.

Der Rennmodus in Venusberg unterschied sich deutlich vom eigentlichen Enduro. Es gab nur eine Sonderprüfung und anschließend eine ca. fünf Kilometer lange Etappe. Das Ganze musste zehnmal gefahren werden, was sich, durch die relativ knappen Etappenzeiten und der hohen Gesamtprüfungszeit, dann doch als recht anspruchsvoll herausstellte.

Andi Beier - DEM Venusberg 2011

Am ersten Tag hatte ich noch so meine Probleme mit der Strecke und mit meinem, wieder auftretenden, alte Leiden: Harte Unterarme… Dies führte dazu, dass ich nach den ersten drei Prüfungen nur auf Platz drei meiner Klasse lag. Als es sich zum Glück später wieder etwas legte und mir die Strecke etwas vertrauter wurde, konnte ich schnell die Führung in meiner Klasse E1 übernehmen und am Ende, mit fast einer Minute Vorsprung, gewinnen. Im Championat stand Platz Sechs zu Buche, was mir jedoch überhaupt nicht schmeckte. Am zweiten Fahrtag musste in dieser Hinsicht mehr gehen - ganz klar!

Dieser begann auch schon viel besser, als der Erste. Lediglich in Prüfung eins hatte ich kurzzeitig mit harten Unterarmen zu kämpfen, was aber glücklicherweise schnell wieder nachließ. Nach der zweiten Prüfung bekam ich mit, dass es in der Championatswertung ziemlich gut für mich aussah. Von da an pushte ich noch einmal ordentlich, was mir den Klassen- und sogar den Sieg im Championat einbrachte. Leider musste das Rennen, durch ein Gewitter, nach der sechsten Runde abgebrochen werden. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich sogar schon fünfzehn Sekunden Vorsprung.

Andi Beier - DEM Venusberg 2011

Andi BeierMit diesem Ergebnis bin ich natürlich sehr zufrieden und werde jetzt kontinuierlich an mir arbeiten, um vielleicht auch in der WM einmal unter die ersten Zehn zu fahren. Das wäre natürlich eine super Sache, aber bis dahin ist es noch ein harter Weg.

Gestern hatte ich dann noch ein Fotoshooting für meinen Sponsor CSO. Das war wirklich eine coole Sache! Ohne Druck und Stress einfach ein paar Runden drehen und schöne Bilder machen. Das hat mir richtig Spaß gemacht.

An dieser Stelle möchte ich mich jetzt noch einmal bei allen bedanken, die mich unterstützen: Bei meinem Teamchef, Sponsoren, Betreuern, Mechanikern, meinem Chef auf Arbeit und vor allem bei meinen Großeltern, welche mir jeden Tag zur Seite stehen und helfen, wo sie nur können. DANKE!! Ohne Euch wäre das alles nicht möglich! Vor allem keine Enduro-WM.

Als nächstes werde ich den WM-Lauf in Griechenland bestreiten. Bis dahin heißt es jedoch, viel trainieren und vor allem gesund bleiben. Aber bis dahin melde ich mich sicher noch einmal bei Euch.

Bis dahin,
Euer Andi

13.05.2011, 18:28 Uhr
Hallo zusammen,

in wenigen Minuten ist es soweit. Dann geht es für mich in die heiße Phase, der abendliche Prolog des Enduro-WM-Laufes in Francavilla de Sicilia steht an. Ja genau, im Moment befinde ich mich auf Sizilien, um meinen ersten EWC-Lauf des Jahres zu bestreiten.

Die Vorbereitung auf meinen vorläufigen Höhepunkt der Saison lief optimal. Ich konnte zuletzt wirklich viel und gut trainieren. Parallel dazu wurde das Motorrad immer weiter verbessert, die verschiedenen Einstellungen optimiert.

Bereits am vergangenen Sonntag waren wir nach Sizilien aufgebrochen. Am Dienstag erreichten wir dann unser Ziel. Die Anreise verlief an sich recht entspannend, zumal wir die Fähre von Genua nach Palermo genommen haben. So konnten wir noch ein wenig relaxen und die Sonne genießen.

Vor Ort hieß es dann Prüfung laufen, Prüfung laufen, Prüfung laufen. Der Cross- und Enduro-Test sind typisch italienisch und absolutes WM-Niveau: Sehr lang, selektiv und dazu noch unendlich viele faustgroße Kieselsteine. Teilweise geht es durch ausgetrocknete Bachbette, aber auch einige "richtige" Wasserdurchfahrten sind dabei. Ich denke, alles in allem wird es nicht ganz einfach werden, aber ich bin optimistisch.

So, jetzt noch ein wenig versuchen abzuschalten, ehe es gleich scharf geht. Ich hoffe, Ihr drückt mir wieder die Daumen, dass bei meiner 2011er EWC-Premiere alles glatt geht.

Bis dahin,
Euer Andi

Andi Beier - EWC Italien 2011
Traumhaft - Paddock unter Palmen!

11.04.2011, 18:04 Uhr
Hallo zusammen,

erstmal muss ich mich für die späte Berichterstattung entschuldigen. In den letzten Wochen ging es bei mir ziemlich drunter und drüber. Viele Sachen liefen nicht wie geplant und ich musste einige unschöne Entscheidungen treffen… aber der Reihe nach.

In Uelsen lief soweit alles gut für mich, bis auf einen Sturz in der fünften Sonderprüfung konnte ich den Tag weitestgehend ohne Fehler beenden und meine Klasse mit über zehn Sekunden Vorsprung gewinnen. Damit hatte ich aber eigentlich nicht so richtig gerechnet, da meine konditionelle Verfassung nach der langen Zwangspause noch alles andere als optimal war.

Andi Beier - DEM Uelsen 2011

Bis zum nächsten Lauf in Dahlen trainierte ich weiter fleißig und testete auch ein neues Fahrwerk, was schon speziell für die WM abgestimmt war. Ab da musste ich allerdings immer mehr feststellen, dass für die langen Tests, wie sie in der Weltmeisterschaft gefahren werden, die Kraft und Kondition einfach noch nicht ausreicht. Deshalb trafen wir die Entscheidung die ersten beiden Läufe in Spanien und Portugal nicht zu fahren, was mich natürlich sehr enttäuschte, da eigentlich schon alles fest geplant und organisiert war. Doch auch mein Teamchef war der Meinung, dass das Verletzungsrisiko bei der WM in meiner derzeitigen physischen Verfassung einfach zu hoch ist. Also galt die ganze Konzentration dem nächsten DEM-Lauf.

Andi Beier - DEM Dahlen 2011In Dahlen waren die Sonderprüfungen dann schon etwas länger als noch in Uelsen, womit ich schon sehr zu kämpfen hatte. Mir fiel es zum Ende jeder Prüfung richtig schwer noch sauber die Spuren zu treffen oder gar nochmal richtig Druck zu machen. Zwischenzeitlich lag ich auf dem ersten Platz, nur ein paar Sekunden vor Eddi aber er war an dem Tag einfach schneller und ich musste mich mit Platz zwei zufrieden geben. Somit liegen wir jetzt in der Meisterschaft punktgleich auf dem ersten Rang und es wird sicher wieder ein sehr spannende Saison werden.
Jetzt gilt es für mich wieder richtig fit zu werden, die letzten Feinheiten am Motorrad noch abzustimmen. Als nächstes steht dann der Lauf zur Enduro-Weltmeisterschaft in Italien auf dem Terminkalender.

Wie das Training läuft und was es sonst neues gibt, werde ich euch in den nächsten Wochen, vor meinem ersten EWC-Lauf 2011, noch einmal berichten.

Bis dahin,
Euer Andi

11.03.2011, 10:28 Uhr
Andi BeierHallo zusammen,

ich wollte mich noch einmal kurz melden, bevor es zum ersten Mal in der diesjährigen Saison scharf gehen wird.

Schon am kommenden Wochenende steht nun der Auftakt der Int. Deutschen Enduro Meisterschaft 2011 an. Ausgetragen wird dieser erste Wertungslauf, wie immer, im niedersächsischen Itterbeck, nahe Uelsen.
Für mich persönlich verliefen die letzten Wochen überaus turbulent. Mitten in der Trainings- und Vorbereitungsphase für die neue Saison, erwischte mich ein recht heftiger grippaler Virus, der mich sehr viel länger außer Gefecht setzte, als mir lieb war. So verbrachte ich, unfreiwilliger Weise, mehr Zeit im heimischen Bett, als auf den Trainingstrecken im Gelände.
Glücklicherweise gelang es mir aber in den zurückliegenden Tagen das Trainingsdefizit, den Umständen entsprechend, wieder bestmöglich aufzuholen. Die Kondition und Kraftwerte stimmen, so dass ich recht positiv dem Auftakt in Uelsen entgegen schauen kann.
Fest steht nun zudem, dass ich dieses Jahr noch einmal die Enduro-WM in Angriff nehmen werden. Nach langer und sorgfältiger Vorbereitung, verbunden mit dem Abwägen des organisatorischen und logistischen Aufwandes, haben sich mein Teamchef Falk Ziegler und ich für die Teilnahme an der EWC entschieden. Dort werde ich in diesem Jahr mit der Startnummer 87 in der Klasse E1 antreten. Ich freue mich sehr über die gebotene Chance und hoffe, dass mir ein besserer Start gelingt, als im vergangenen Jahr, in welchem ich verletzungsbedingt auf die ersten beiden Veranstaltungen verzichten musste.

Wie es am kommenden Wochenende beim DEM-Auftakt für mich gelaufen ist, erfahrt ihr natürlich hier auf meiner Seite. Also seid gespannt, bis dahin & viele Grüße, Euer Andi


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