Das ist die Webseite des Endurofahrers Andreas Beier.

News

Administration
04.04.2014, 08:28 Uhr
3. Lauf zur Int. Deutschen Enduro Meisterschaft 2014 in Dahlen

Andi Beier feiert seinen dritten Saisonsieg

Für den Husqvarna-Fahrer konnte die Saison kaum besser beginnen. Nach dem Doppelerfolg beim DEM-Auftakt vor zwei Wochen, folgte nun ein weiterer Sieg in Dahlen, obwohl dieser zwischenzeitlich am seidenen Faden hing.

Schon am Vorabend zum eigentlichen Bewerb wurde ein Parallel-Prolog unter Flutlicht ausgetragen. Der Parcours zeigte sich äußert anspruchsvoll. Ein Holzhindernis folgte dem nächsten. Zudem machte vorangegangener Regen am Nachmittag die Sache nicht einfacher. Nicht nur die unzähligen zu überwindenden Baumstämme zeigten sich äußerst rutschig, auch der Asphalt zwischen den Hindernissen war teilweise aalglatt.

Andi Beier ist grundsätzlich kein Freund solch eines vorabendlichen Spektakels. „Ich kann bei einem Prolog meist nur verlieren. Mir liegt so etwas einfach nicht. Ich bin einfach nur drauf bedacht, möglichst schadlos durchzukommen und noch nicht allzu viel Zeit auf die Konkurrenz zu verlieren.“ Aber Andi schlug sich, bis auf ein, zwei Hänger, tapfer und reihte sich vorerst mit zwölf Sekunden Rückstand auf Platz vier ein. „Das war schon okay. Wenn ich da andere Fahrerkollegen gesehen habe, wie die bereits am Abend alle Chancen für den nächsten Tag einbüßten, so muss schon einmal der Sinn solch eines Prologs hinterfragt werden. Der Veranstalter hat sich zweifellos eine Riesenmühe gemacht, dennoch hat es für mich wenig mit Enduro zu tun. Weniger ist manchmal mehr, das wäre vielleicht auch bei den Hindernissen ratsam gewesen.“

Am Sonntag lief es in der ersten Runde für Andi dafür wie am Schnürchen. Auf dem Cross-Test am Dahlener Burgberg sowie dem Enduro-Test in Meltewitz konnte er jeweils die Klassenbestzeit einfahren und somit die Führung in der E2 übernehmen.

Andi Beier - DEM Dahlen 2014

Doch im dritten Test der Schock! Nach einem Ausbremsen des Motorrades sprang dieses nicht wieder an. „Ich habe gedacht, ich bin im falschen Film. Das man die Maschine im Test kurz ausbremst passiert schon mal, dass sie aber nicht mehr anspringt ist außergewöhnlich. Ich hatte gleich leichte Panik, doch wie von Zauberhand, jedoch nach einer gefühlten Ewigkeit, konnte ich die Husky doch wieder zum Leben erwecken.“ Danach war für Andi zunächst der Fluss raus und er musste sich regelrecht in den Wettkampf zurückbeißen. „So ein Erlebnis hat man den ganzen Tag im Hinterkopf und es ist nur sehr schwer, wieder in den gewohnten Rhythmus zu kommen.“ Glücklicherweise ist das Problem nicht noch einmal aufgetreten und Andi konnte seinen dritten Sieg in Folge nach Hause fahren. Im Championat reichte es dieses Mal hingen „nur“ zu Platz fünf. Dennoch war Andi mit dem Ausgang sehr zufrieden: „Besonders, wenn ich an die Sache mit meinem Motorrad denke. Wir werden es jetzt erst einmal auseinander nehmen und gründlich untersuchen, damit so etwas möglichst nicht wieder passiert.“

Somit geht Andi als souveräner Tabellenführer in die DEM-Sommerpause. Die Meisterschaft wird erst Mitte August in Burg fortgesetzt.
Text: Peter Teichmann


04.04.2014, 08:23 Uhr
Auftakt zur Int. Deutschen Enduro Meisterschaft 2014 in Uelsen

Andi Beier gelingt optimaler Saisonstart…

...und strahlte mit der Sonne in Uelsen anschließend um die Wette. Für den E2-Vizemeister des letzten Jahres war es ein Einstand nach Maß!

Schon im Vorfeld verlief die Saisonvorbereitung nahezu perfekt. Die, um die Jahreswende zugezogene Bänderverletzung im Fuß bereitete Andi zuletzt keine Sorgen mehr. Neben dem obligatorischen Kraft-, Koordinations- und Ausdauertraining stand natürlich auch das Fahrtraining im Vordergrund. „Das Wetter war für die Vorbereitung auf die neue Saison natürlich optimal. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich zu diesem Zeitpunkt im Jahr schon so viele Trainingsstunden auf dem Motorrad zugebracht habe.“ Wobei das auch nötig war, denn Andi wechselte im Winter die Marke. Anstatt der mit der KTM ist er nun auf einer Husqvarna unterwegs. „Natürlich musste ich mich nach dem Umstieg erst einmal auf die neue Maschine einschießen. Auch standen diverse Feinabstimmungen an Motor und Fahrwerk im Mittelpunkt“, so Andi kurz vor dem DEM-Saisonauftakt.

Dieser fand erneut in Itterbeck nahe Uelsen an der deutsch-holländischen Grenze statt. Das besondere in diesem Jahr: der Bewerb wurde erstmalig als Doppelveranstaltung ausgetragen. Neben der traditionellen Sonderprüfung im Tiefsand rum um den Baggersee, stand erstmalig ein Enduro-Test mitten in einem Waldstück auf dem Programm.

Der erste Fahrtag verlief für Andi richtig gut. Bis auf eine Prüfung, konnte er alle für sich entscheiden. Fünf von sechs möglichen Bestzeiten gingen auf sein Konto, sein Lohn der hochverdiente Klassensieg mit knapp 45 Sekunden Vorsprung. Im klassenübergreifenden Championat reichte es zudem für einen starken dritten Rang. „Es lief heute richtig gut für mich. Ich habe aus meinen Fehlern der letzten Jahre hier in Uelsen gelernt. Oft habe ich es mit der Brechstange versucht, heute bin ich die ganze Sache aber eher ruhig angegangen. Und das hat sich ausgezahlt. In der letzten Runde konnte ich mir sogar den Luxus leisten, nicht mehr alles geben zu müssen, um für den zweiten Tag noch ein paar Körner sparen zu können“, so Andi am Samstagnachmittag.

Andi Beier - DEM Uelsen 2014

Und dieser Plan ging für den zweiten Fahrtag tatsächlich auf. Andi fand von Beginn an seinen Rhythmus und siegte mit allen sechs Bestzeiten erneut in der E2. Im Championat war es abermals Rang drei. „Das ist natürlich ein Saison-Einstand nach Maß gewesen“, freute sich Andi über seinen Doppelsieg, „die letzten Jahre waren die Läufe in Uelsen eher eine Katastrophe für mich. Aber dieses Mal lief alles perfekt. Ich bin sehr zufrieden! Ein großes Dankeschön geht an meine Betreuer vom Team GST Berlin, welche wieder einen tollen Job machten und mich super unterstützt haben!“

Bereits in zwei Wochen steht die nächste Bewährungsprobe im Terminkalender. Da geht es wieder einmal nach Dahlen. Bereits am Samstagabend startet der Bewerb mit einem Prolog, am Sonntag werden dann die Punkte für den dritten DEM-Lauf der Saison vergeben.
Text: Peter Teichmann